Oberarzt für Dermatologie und Phlebologie

Ein Lipödem ist keine rein ästhetische Veränderung, sondern eine chronische, behandlungsbedürftige Fettverteilungsstörung. Lange Zeit wurde sie häufig nicht richtig erkannt. Auch heutzutage wird sie noch immer mit Adipositas, einer Lipohypertrophie oder einem Lymphödem verwechselt. In der Sophienklinik legen wir großen Wert auf eine präzise Diagnostik. Dadurch können wir ein Lipödem eindeutig erkennen und klar von anderen Erkrankungen abgrenzen.
Unter der medizinischen Leitung unseres Spezialisten Dr. med. Konstantin Feise bieten wir ein breites Spektrum moderner Behandlungsmöglichkeiten an. Als Phlebologe und national führender Experte auf dem Gebiet des Lipödems verfügt er über eine fundierte fachliche Ausbildung in der Behandlung der Erkrankung. Zudem stehen eine individuelle Beratung und ein einfühlsamer Umgang mit unseren Patientinnen jederzeit im Mittelpunkt.
Ein frühzeitiges Eingreifen kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und Beschwerden deutlich lindern. Vertrauen Sie sich uns gerne an. Die Behandlung Ihres Lipödems bei uns in Stuttgart kann Ihre Beschwerden deutlich lindern und Ihnen spürbar mehr Lebensqualität zurückgeben.
| OP-Dauer: | ca. 2 – 4 Stunden |
| Vorbereitung: | Beratung, Erstellung eines Ablaufplans, falls mehrere Behandlungen notwendig sind |
| Narkose: | Dämmerschlaf |
| Klinikaufenthalt: | ambulant (ggf. 1 Tag stationärer Aufenthalt) |
| Körperliche Schonung: | ca. 1 – 4 Wochen |
| Arbeitsfähig: | Nach ca. 1 Woche |
| Sport: | je nach Sportart 1 – 4 Wochen |
| Nachsorge: | Kompressionskleidung für ca. 4 Wochen |
Bei einem Lipödem handelt es sich um eine chronische, krankhafte Fettverteilungsstörung, bei der sich symmetrische Fettansammlungen vor allem an den Extremitäten (Armen und Beinen) bilden. Anders als Adipositas, Lipohypertrophie oder ein Lymphödem ist das Lipödem nicht nur ein ästhetisches Problem. Es handelt sich vielmehr um eine schmerzhafte Erkrankung, die mit funktionellen Einschränkungen einhergeht.
Häufig entstehen die ersten Symptome im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen, zum Beispiel in der Pubertät, während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Der Verlauf eines Lipödems wird in vier Stadien unterteilt, die den Fortschritt und Schweregrad der Erkrankung abbilden.
Die Symptome bei einem Lipödem sind vielfältig und müssen nicht bei jeder Patientin auftreten. Die Beschwerden können je nach Stadium der Erkrankung variieren.
Im ersten Stadium wirkt die Hautoberfläche noch glatt, obwohl das Unterhautfettgewebe bereits verdickt und druckempfindlich ist. Viele Patientinnen berichten in dieser Phase von einem frühen Schweregefühl, leichten Schwellungen sowie einer erhöhten Neigung zu blauen Flecken. Im zweiten Stadium werden die Veränderungen sichtbarer. Die Haut erscheint uneben oder dellig, und das Gewebe fühlt sich knotiger an. Starke Schmerzen, Spannungsgefühle und ein zunehmendes Müdigkeitsgefühl in den Beinen treten häufiger auf.
Im dritten Stadium kommt es zu deutlich mehr Volumen in Armen oder Beinen. Häufig entstehen größere Fettlappen, die die Beweglichkeit einschränken und den Alltag spürbar belasten. Die Beschwerden intensivieren sich und führen oft zu einer deutlich wahrnehmbaren körperlichen Belastung. Im vierten Stadium entsteht zusätzlich ein Lymphödem – das sogenannte Lipolymphödem. Die Gliedmaßen sind nun stärker geschwollen, das Gewebe härter, und Schmerzen wie Bewegungseinschränkungen nehmen weiter zu.
In der Sophienklinik sind Sie mit einem Lipödem bestens aufgehoben. Dr. med. Feise verfügt als Phlebologe über umfassende und tiefgehende Erfahrung in der Diagnose und Behandlung des Lipödems. Er nimmt sich Zeit, Ihre individuelle Situation genau zu verstehen. Auf dieser Basis entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen einen Therapieplan, der optimal auf Ihr Stadium und Ihre Beschwerden abgestimmt ist.
Die Lipödem-Behandlung verfolgt dabei klare Ziele:
Wir empfehlen, ein Lipödem bereits im ersten Stadium der Erkrankung konsequent zu behandeln. Bei zunehmender Krankheitsdauer bilden sich im Gewebe knotige und dellige Strukturen, die sich selbst durch eine spätere Liposuktion (Fettabsaugung) nicht immer vollständig entfernen lassen. Zur Lipödem-Behandlung greifen wir auf verschiedene operative und konservative Maßnahmen zurück.
Zur Basistherapie gehören die Kompressionstherapie sowie – je nach Ausprägung der Schwellungen – die manuelle Lymphdrainage. Beide Verfahren können typische Beschwerden wie Schwellungen, Druckschmerzen und das Spannungsgefühl deutlich lindern.
Da die konservative Behandlung jedoch nicht die krankhafte Fettgewebsvermehrung behandelt, wirkt sie nur, solange sie kontinuierlich durchgeführt wird. Eine langfristige Besserung der Ursachen ist damit nicht möglich.
Die einzige Methode, die die krankheitsbedingt vermehrten Fettzellen dauerhaft reduzieren kann, ist die operative Therapie. Eine Liposuktion bei Lipödem ermöglicht eine nachhaltige Verminderung des Volumens, was andere Therapieformen wie Kompression und Lymphdrainage so nicht leisten können. Zudem wird eine deutliche Reduktion der Schmerzen und eine Verbesserung der Beweglichkeit erzielt. Viele Patientinnen berichten nach dem Eingriff von einer spürbaren Entlastung im Alltag und einer höheren Lebensqualität bis hin zu Beschwerdefreiheit.
Zu Beginn der Fettabsaugung verabreichen wir mehrere Liter stark verdünnter örtlicher Betäubungsflüssigkeit in das krankhafte Fettgewebe. Diese dient zur Schmerzstillung und dehnt das Bindegewebe auseinander. Dadurch lässt sich dann das Fett leichter, schonender und effektiver absaugen.
Bei der vibrierenden Fettabsaugung wird ein Gerät verwendet, das die Absaugkanüle in Schwingungen versetzt. Diese Schwingungen der Kanüle bewirken eine schnellere Ablösung der Fettzellen von den umgebenden Bindegewebsstrukturen. Das erhöht die Effizienz des Absaugens und verkürzt den gesamten chirurgischen Eingriff. Ein weiterer Vorteil liegt in der Schonung von Nerven, Blut- und Lymphgefäßen und des umliegenden Bindegewebes. Letzteres ist im Verlauf der Abheilung für den oft unterschätzten Straffungseffekt nach einer Absaugung wichtig.
Zur Unterstützung der Bindegewebs- und Hautstraffung setzen wir bei Bedarf die Laserlipolyse im Rahmen einer Laser-assistierten Liposuktion ein. Der Laser erhitzt das Gewebe und bewirkt dadurch ein Zusammenziehen bzw. eine Schrumpfung. Im weiteren Verlauf regt dieser Prozess zudem die Neubildung von Kollagen an. Damit wird in den meisten Fällen ein zu starker Hautüberschuss vermieden, der eventuell zu einer Straffungsoperation führen könnte.

Vor der Behandlung und Entfernung eines Lipödems bei uns in Stuttgart führen wir mit Ihnen ein ausführliches Beratungsgespräch. Dabei gehen wir individuell auf Sie, mögliche Vorbehandlungen und das Stadium Ihrer Erkrankung ein. Sie erhalten eine Behandlungsempfehlung und werden über den Ablauf der OP sowie zur Nachsorge aufgeklärt. Wir nehmen uns für dieses Gespräch viel Zeit und beantworten alle Ihre Fragen selbstverständlich im Detail.
In einem weiteren Beratungsgespräch erhalten Sie von unseren Ärzten nochmals genaue Empfehlungen. Anschließend klärt Sie der Anästhesist über die örtliche Betäubung bzw. den Dämmerschlaf auf. Somit sind Sie ideal vorbereitet und wir können uns am Tag des Eingriffs voll auf die Lipödem-Operation konzentrieren.
Alle Fettabsaugungen in der Sophienklinik werden lediglich im Dämmerschlaf und nicht in Vollnarkose durchgeführt. Zum einen verringert sich dadurch das Operationsrisiko und zum anderen ist die Mitarbeit des Patienten bei der Absaugung sehr wichtig. Durch das selbstständige Drehen der Patientin und die Aufrechterhaltung der Körperspannung kann die Körpersilhouette optimal dargestellt werden. Dadurch gelingt eine ebene und individuell angepasste Absaugung.
Die Lipödem-OP bei uns in Stuttgart erfolgt ambulant. Sie können also am selben Tag die Sophienklinik wieder verlassen. Bei größeren Eingriffen werden Patienten für eine Nacht stationär aufgenommen. Geben Sie Ihrem Körper nach der Liposuktion eine Auszeit von ca. einer Woche und verzichten Sie dabei auf Bewegung.
Nach der operativen Behandlung des Lipödems können Hämatome, Schwellungen und lokale Verhärtungen entstehen. Daher empfehlen wir nach einer Fettabsaugung manuelle Lymphdrainagen. Für ein gleichmäßiges Hautbild ohne Dellen oder Falten sollte insgesamt 4–6 Wochen Kompressionskleidung getragen werden – in den ersten 1–2 Wochen Tag und Nacht, anschließend lediglich tagsüber.
Das Ärzte-Team der Sophienklinik Stuttgart blickt auf über 20 Jahre Erfahrung und zahlreiche erfolgreiche Lipödem-OPs zurück. Unser Experte Dr. med. Feise hat dabei mehr als 2.500 Fettabsaugungen durchgeführt und verfügt als Phlebologe über eine außergewöhnlich hohe fachliche Kompetenz und Erfahrung.
Unser Anspruch an die Qualität unserer Arbeit sowie an die Sicherheit der eingesetzten Verfahren und Produkte ist überdurchschnittlich hoch. Gleichzeitig halten wir konsequent höchste Hygienestandards ein und ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um Komplikationen zu vermeiden. Dennoch lässt sich ein gewisses „Restrisiko“ bei keiner Operation vollständig ausschließen.
Mögliche Risiken können sein:
Während des gesamten Behandlungsprozesses – von der ersten Beratung bis zur Nachuntersuchung – sind wir an Ihrer Seite.
Oberarzt für Dermatologie und Phlebologie
Gerne telefonisch unter (0711) 25 25 75 – 0 oder über das folgende Kontaktformular.
Eine Lipödem-Behandlung ohne Operation ist möglich, allerdings nur eingeschränkt wirksam. Die konservative Therapie umfasst das Tragen von Kompressionswäsche sowie regelmäßige manuelle Lymphdrainagen. Diese Maßnahmen können Beschwerden wie Schwellungen oder Spannungsgefühle vorübergehend lindern. Ihr Effekt hält jedoch nur so lange an, wie sie konsequent angewendet werden. Werden die Maßnahmen beendet, kehren die Symptome in der Regel in ihrer ursprünglichen Intensität zurück. Für eine langfristige Entlastung müssten diese Therapien daher dauerhaft fortgeführt werden.
Eine Liposuktion entfernt die krankheitsbedingt vermehrten Fettzellen dauerhaft und kann die Beschwerden dadurch deutlich reduzieren. Eine vollständige Heilung des Lipödems stellt sie jedoch nicht dar. In seltenen Fällen können sich im Laufe der Zeit erneut vermehrte Fettansammlungen bilden. Dann ist eine weitere Liposuktion erforderlich. Bei den meisten Patientinnen genügt jedoch ein einziger Eingriff, um langfristig stabile Ergebnisse zu erzielen. Entscheidend dafür ist, das Gewicht nach der Operation beizubehalten.
Bei der Lipödem-Operation handelt es sich um eine sogenannte Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode (NUB). Durch die aktuelle Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) kann die Liposuktion beim Lipödem inzwischen unter bestimmten Voraussetzungen und hohen Hürden als Kassenleistung anerkannt werden.
Trotz dieser Regelung übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen die Kosten nicht automatisch, sondern entscheiden jeweils im Einzelfall auf Basis eines individuellen Antrags.
In der Sophienklinik Stuttgart ist eine Abrechnung als gesetzliche Kassenleistung allerdings nicht möglich, da wir ausschließlich Selbstzahlerleistungen und Privatrechnungen anbieten.
Je nach Umfang des Eingriffs sollten Sie sich etwa eine Woche schonen. Wenn Sie sich danach wieder fit genug fühlen, können Sie auch Ihre berufliche Tätigkeit wieder aufnehmen. Ihr behandelnder Arzt berät Sie umfassend dazu.
Sportliche Aktivitäten sind in der Regel ca. 1-4 Wochen nach der Liposuktion wieder möglich (je nach Sportart). Nach etwa einer Woche können leichte Tätigkeiten wie Spazierengehen wieder aufgenommen werden.
Ihre Frage ist hier nicht aufgeführt oder Sie wünschen sich weitere Informationen zur Behandlung Ihres Lipödems bei uns in Stuttgart? Rufen Sie an unter 0711 25 25 75-0 – Wir beraten Sie gerne und ausführlich!