Komplikationen nach der Brustvergrößerung

Was ist eine Kapselfibrose?

Der menschliche Organismus bildet um jeden Fremdkörper eine Hülle, die auch als Kapsel bezeichnet wird. Diese Hülle besteht aus weichem Bindegewebe. Auch nach dem Einsetzen eines Brustimplantats erfolgt dieser natürliche Vorgang, der in der Regel unbedenklich ist. Meist bildet sich die Bindegewebshülle innerhalb des ersten Jahres nach der OP, bei einigen Frauen kann der Prozess auch deutlich später auftreten. Die entstandene Kapsel ist zart und für gewöhnlich nicht tastbar. Sie ist vergleichbar mit einer sehr dünnen Haut.

Bei einer Kapselfibrose verhärtet sich die Bindegewebshülle. Die genauen Ursachen dafür sind noch nicht eindeutig geklärt. Es wird angenommen, dass ein bestimmter Reiz wie beispielsweise eine Autoimmunreaktion, eine Fremdkörperreaktion, eine bakterielle Infektion oder die Beschaffenheit der Implantatoberfläche die Ausbildung einer deutlich dickeren und stabileren Bindegewebsschicht auslöst. Diese harte und dicke Hülle kann zu Formveränderungen der Brust und zu Schmerzen führen. Es gibt verschiedene Grade der Kapselfibrose. Treten durch die Verhärtung der Kapsel Beschwerden und Schmerzen auf, kann eine Entnahme beziehungsweise ein Austausch des Implantats notwendig werden.

Dank der stetigen Weiterentwicklung und Verbesserung der Implantate und Operationstechniken kommt eine Kapselfibrose vergleichsweise selten vor.