Symptome des Lipödems

Warum Sport nicht hilft

Beim Lipödem handelt es sich um eine krankhafte Fettverteilungsstörung. Diese betrifft fast ausschließlich Frauen. Es kommt zu einer fortschreitenden, schmerzhaften Fettgewebsvermehrung an den Beinen oberhalb der Knöchel sowie an den Hüften. Bemerkenswert ist der Unterschied zwischen schlankem Oberkörper und sehr kräftigen Beinen. Nicht selten sind auch die Arme betroffen. Zusätzlich kann sich im Verlauf der Erkrankung ein sekundäres Lymphödem entwickeln.

Verlauf der Lipödem Therapie

Zur Basistherapie gehören bei Schwellungen die Kompressionstherapie und die manuelle Lymphdrainage. Die eigentliche Fettgewebsvermehrung lässt sich jedoch nur mit einer Liposuktion (Fettabsaugung) reduzieren. Hierdurch lässt sich eine deutliche Beschwerdeverbesserung erreichen, in vielen Fällen sogar eine Beschwerdefreiheit.

Es wird empfohlen, ein Lipödem im Anfangsstadium konsequent zu behandeln. Bei zunehmender Erkrankungsdauer bilden sich knotige und dellige Gewebsstrukturen aus, die sich auch mit einer Absaugung nicht mehr komplett beseitigen lassen. Durch die gewonnene Bewegungsfreiheit an den Beinen kann wieder vermehrt Sport betrieben und so einer sekundären Fettleibigkeit entgegengewirkt werden.

Risikoarmes Entfernen des Lipödems – die Fettabsaugung

Die Liposuktion des Lipödems hat sich in den letzten Jahren in der Hand des erfahrenen Operateurs zu einem risikoarmen Eingriff entwickelt. Entscheidend waren die Einführung der Vibrationsabsaugung und der Tumeszenz-Lokalanästhesie.

Die Liposuktions-Methoden

Liposuktion mittels Vibrationskanüle

  • Die Kanüle ist mit einem Motor verbunden, der die Kanüle vor und zurück schwingen lässt. Durch diese Vibration werden die Fettzellen aus dem Bindegewebeverband förmlich „herausgeschüttelt“. Der große Vorteil liegt in der Schonung von Nerven, Blut- und Lymphgefäßen und des umliegenden Bindegewebes. Letzteres ist im Verlauf der Abheilung für den oft unterschätzten Straffungseffekt nach einer Absaugung wichtig.

Liposuktion in Tumeszenz-Lokalanästhesie:

  • Zu Beginn der Operation werden mehrere Liter stark verdünnter örtlicher Betäubungsflüssigkeit in das zu behandelnde Fettgewebe eingespritzt. Dadurch erreicht man neben der Schmerzstillung auch ein Auseinanderdehnen des Bindegewebes, welches das Fettgewebe umgibt. Dadurch lässt sich das Fett leichter, schonender und effektiver absaugen.

Operation des Lipödems

Alle Absaugungen in der Sophienklinik werden lediglich mit einem Dämmerschlaf und nicht in Vollnarkose durchgeführt. Zum einen verringert sich dadurch das Operationsrisiko und zum anderen ist die Mitarbeit des Patienten bei der Absaugung sehr wichtig. Durch das selbständige Drehen des Patienten und die Aufrechterhaltung der Körperspannung kann die Körpersilhouette richtig dargestellt und eine ebene, individuell angepasste Absaugung erreicht werden. Nach der Absaugung tragen die Patienten ein Kompressionsmieder für 3-4 Wochen.